Fast 1300 Euro für den Bunten Kreis

Das Coronavirus nimmt auch auf Traditionen keine Rücksicht. So fiel auch die geplante 34. Auflage des Altenrheiner Silvesterlaufs den steigenden Infektionszahlen zum Opfer. Aber immerhin 102 Teilnehmerinnen und Teilnehmer meldeten sich für einen spontan Anfang Dezember aus der Taufe gehobenen virtuellen „Spendenlauf“ an. Neben der sportlichen Bewegung – auswählen konnten die Hobbyläufer zwischen den Distanzen fünf und zehn Kilometern, die im Zeitraum vom 15. bis zum 31. Dezember absolviert und gemeldet wurden – kam die Aktion auch einem guten Zweck zugute.

„Immerhin 1297 Euro sind für den Verein Bunter Kreis Münsterland zusammengekommen“, freute sich Organisator Lars Brandhorst über 102 Angemeldete, die für die Teilnahme einen Mindestbeitrag von vier Euro entrichteten, der auf freiwilliger Basis aufgestockt werden konnte. Immerhin 77 Läuferinnen und Läufer meldeten ihre mit GPS-Uhren oder Mobiltelefonen aufgezeichneten Resultate in der erstmals vom SCA benutzten Anmelde- und Bezahlplattform „Race-Result“.

„Da waren schon einige gute Ergebnisse dabei“, meinte Brandhorst und verwies etwa auf die Zehn-Kilometer-Zeit von 38:28 Minuten, die der Riesenbecker Lars-Henrik Brook nachwies. Schnellste Frau über die Distanz war Claudia Stockmann vom Emsstern Rheine, die eine Zeit von 50:55 Minuten meldete. Vom gastgebenden Verein SC Altenrheine meldete Melanie Auffenberg mit 22:39 Minuten die schnellste Fünf-Kilometer-Zeit in der Frauenwertung. Bei den Männern war Torsten Münchow vom MTV Müden/Örtze in 19:35 Minuten der Schnellste.

„Die sportlichen Leistungen standen aber nicht im Mittelpunkt, sondern der Spaß an der Bewegung und der gute Zweck“, betonte Lars Brandhorst. „Dank der Zusage des Hauptvereins, sämtliche Kosten, die durch das Anmeldeverfahren entstanden sind, zu übernehmen, können die Einnahmen ohne Abzug an den Bunten Kreis übergeben werden“, freute sich der Organisator über die finazielle Rückendeckung des Vorstands. Der Bunte Kreis Münsterland, der auch am Mathias-Spital Rheine aktiv ist, unterstützt Familien mit schwerst- und chronisch kranken sowie früh- und risikogeborenen Kindern bei der Nachsorge.

Mit Blick auf die jetzige Starterliste kam er im Vergleich mit früheren Ergebnislisten einem schönen Zufall auf die Spur. „Mit Simon Wagemaker aus Salzbergen und Thomas Otting aus Emsbüren hatten sich die beiden Sieger von 2016 angemeldet und gespendet. Während Wagemaker, der vor fünf Jahren den Zehn-Kilometer-Wettbewerb in ausgezeichneten 34:52 Minuten gewonnen hatte, sein Ergebnis offen ließ, lieferte Otting ein zählbares Resultat ab: In 39:31 Minuten belegte er in der Zehn-Kilometer-Wertung des Jahres 2021 den zweiten Platz. 2016 hatte er die Hälfte der Distanz in 17:01 Minuten absolviert und damit über fünf Kilometer gewonnen.

Hier geht es zu den Ergebnissen